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| Die
Preisträgerinnen |
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| 2011
Tanja Walther-Ahrens |
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Im
Jahr der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft
in Deutschland ehrten wir die
ehemalige Bundesliga-Fußballspielerin
Tanja Walther-Ahrens aus Berlin
für ihr engagiertes Eintreten
gegen Homophobie im Fußballsport.
In
der heutigen Zeit gibt es erst
wenige lesbische Frauen, die
sich öffentlich sichtbar
und mit Stolz zu ihrem Lesbischsein
bekennen - sei es in ihrem Privatleben,
in der Politik oder auch durch
ihr Wirken in Kultur, Musik,
Fernsehen oder auf dem Sportplatz.
Tanja
Walther-Ahrens hat als Stürmerin
bei Tennis Borussia Berlin und
Turbine Potsdam in der Bundesliga
gespielt. Heute ist sie seit
über 10 Jahren aktiv im
SV Seitenwechsel, dem Frauen/Lesben
Sportverein Berlin e. V. mit
gut 800 Mitfrauen, wovon 100
Fußballspielen. Die Stürmerin
hat erkannt, dass Fußball
ein Abbild der Gesellschaft
ist. „Wenn wir hier etwas
ändern können, kann
man vielleicht auch in der Gesellschaft
etwas ändern“, sagt
sie.
Die
Sportwissenschaftlerin und Lehrerin
engagiert sich auch über
den Verein hinaus: Sie hält
Vorträge zum Thema Homophobie
im Sport, besucht Konferenzen,
ist Abgesandte der European
Gay and Lesbian Sport Federation
(EGLSF). Als solche hält
sie auch den Kontakt zum DFB.
Dessen Präsident Dr. Theo
Zwanziger hat bei der Verleihung
der Kompassnadel 2009 des Schwulen
Netzwerks NRW gesagt, dass er
alles über Homophobie im
Fußball von Tanja Walther-Ahrens
weiß.
Weil
Mädchensport insgesamt
zu kurz kommt, hat Walther-Ahrens
außerdem in den Berliner
Bezirken Kreuzberg und Friedrichshain
fünf Fußball-AGs
ins Leben gerufen. Im Februar
2011 ist ihr Buch „Seitenwechsel
- Coming out im Fußball“
im Gütersloher Verlagshaus
erschienen.
Bereits
2008 erhielt Tanja Walther-Ahrens
zusammen mit Philip Lahm und
Dr. Theo Zwanziger den TOLERANTIA-Preis.
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| 2010
Maren Kroymann |
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Die
stolze und würdige Preisträgerin
2010 ist die Schauspielerin,
Sängerin und Kabarettistin
Maren Kroymann. Die LAG Lesben
in NRW ehrt Maren Kroymann dafür,
dass sie zu mehr Sichtbarkeit
von Lesben im öffentlichen
Raum beiträgt, der Diskriminierung
von Lesben und anderen Minderheiten
entgegenwirkt und lesbisch lebenden
Frauen jeden Alters Mut macht,
ihre lesbische Identität
frei und offen zu leben.
Mit ihrem frühen Coming
out und ihrer Selbstverständlichkeit
dient Maren Kroymann anderen
als Vorbild! In ihren Rollen
verkörpert sie die resolute
Mutter genauso wie die unkonventionelle
Sozialarbeiterin, stürmische
Liebhaberin oder die durchgreifende
Chefin, also die ganz „normale“
Bandbreite lesbisch oder heterosexuell
lebender Frauen.
Als „Nachtschwester Kroymann“
war sie richtig böse, hat
manche Tabus - vor allem auch
heterosexistische - gebrochen
und ihre Finger in gesellschaftspolitische
Wunden gelegt. Bei alledem ist
sie immer die sympathische Lesbe
von Nebenan, die ihre Prominenz
nutzt, um sich für die
Community zu engagieren.
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| 2009
Mirjam
Müntefering
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Die
LAG Lesben in NRW ehrt
Autorin Mirjam Müntefering
aus Hattingen als erste
Frau mit dem Augspurg-Heymann-Preis
für ihr engagiertes
und erfolgreiches Schreiben.
Stephanie Mayfield in
ihrer Laudatio: „Wenn
wir mal ehrlich sind:
ein sicherer Weg aus der
Sackgasse der zwischenmenschlichen
Unverständlichkeiten
ist ein Buch von Mirjam
Müntefering!
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Wir
fiebern, leiden, lieben,
scheitern und lachen auch
wieder mit Mirjams Charakteren,
die uns an unsere eigenen
Freundinnen erinnern.
Wir gewinnen sie lieb,
sie werden zu unseren
Freundinnen und wir setzen
uns mit ihnen auseinander.
Wir beobachten ihre Entwicklung,
wir vergleichen uns mit
ihnen und wir erkennen
uns wieder. Dabei schafft
Mirjam Eines mit ihren
Büchern: Wir identifizieren
uns mit Charakteren, von
denen wir eben noch glaubten,
dass sie Schuld an der
Sackgasse waren. Wir entwickeln
Verständnis für
die Lage Anderer und gerade
das ist es, was Mirjam
für uns ausmacht: |
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Die
Liebe zu den Frauen, ihren
Gemeinsamkeiten, aber
auch individuellen Eigenheiten
und ihren Schrullen lässt
uns versöhnlicher
sein. Das Verständnis
für das Leben der
Mitmenschen durch die
entspannte und augenzwinkernde
Atmosphäre machen
ihre Bücher zu einem
philosophischen Hochgenuss.
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Sie
macht es uns ganz schön
schwer, andere zu verurteilen
oder sich selbst nicht
zu mögen –
denn die Akzeptanz von
Fehlern und das Witzige,
das in ihnen steckt eröffnet
neue Perspektiven auf
die Welt.“ |
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