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| Die
Namensgeberinnen |
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Als
Namensgeberinnen des Augspurg-Heymann-Preises
werden zwei Frauen gewürdigt,
„die“ - so beschreiben
sie es selbst in ihren Memoiren Erlebtes
- Erschautes „… die
Vorurteile ihrer Zeit zu überwinden
hatten, sich als gereifte, auf- und
vorwärts strebende Menschen in
gleicher Weltanschauung begegneten,
um in treuer Freundschaft und ungetrübter
Verbundenheit jahrzehntelang den Kampf
für Freiheit und Aufstieg zu
führen“: |
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Anita
Augspurg
Lida Gustava Heymann |
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Dr.
jur. Anita Augspurg (geboren
am 22. September 1857
in Verden/Aller, gestorben
am 20. Dezember 1943 in
Zürich) und Lida
Gustava Heymann (geboren
am 15. März 1868
in Hamburg, gestorben
am 31. Juli 1943 in Zürich)
- zwei politisch-feministische
Aktivistinnen, die in
der Zeit zwischen 1890
bis zu ihrem Tod 1943
in der ersten deutschen
Frauenbewegung und der
internationalen Frauen-Friedensbewegung
gewirkt haben. |
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Gewürdigt
wird nicht das Paar an
sich für sein Paar
– Sein sondern das
Engagement der beiden
Frauen in ihrer Verbindung
– das kompromisslose
Zusammenstehen und Zusammenhalten,
die mut machende Kraft,
die beide augenscheinlich
aus ihrer Verbundenheit
gezogen haben, die von
Toleranz und gegenseitigem
Respekt geprägt war.
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Augspurg
und Heymann gehören
zum radikalen Flügel
der bürgerlichen
Frauenbewegung in Deutschland
und kämpfen leidenschaftlich
für das Frauenwahlrecht
und die völlige Gleichberechtigung
für Frauen. Sie arbeiten
publizistisch und geben
verschiedene Zeitschriften
zur ’Stellung der
Frau in Staat und Gesellschaft’
heraus. Sie mischen sich
überparteiisch und
strikt frauenbezogen in
die Tagespolitik ein,
engagieren sich in verschiedenen
Vereinen und Verbänden
zum Frauenstimmrecht,
beobachten und kommentieren
mit hohem Sachverstand
die Arbeit der Parlamentarier
und initiieren Aktionen
nach dem Vorbild der englischen
Suffragetten. |
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| Unter
dem Eindruck des ersten Weltkriegs
bestimmen internationale Friedensaktivitäten
immer mehr ihr politisches Wirken.
1915 gründen sie gemeinsam mit
Delegierten aus 12 Ländern in
Den Haag die „Internationale
Frauenliga für Frieden und Freiheit“
und verabschieden eine leidenschaftliche
Resolution zur sofortigen Aufnahme
von Friedenverhandlungen. Dieses internationale
Bündnis bildet fortan den wesentlichen
Organisationsrahmen für ihren
weiteren Kampf. |
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Augspurg
und Heymann gelten auch in der öffentlichen
Wahrnehmung als führende Köpfe
der internationalen Frauen-Friedensbewegung.
Als solche geraten sie auf die „schwarze
Liste“ zu liquidierender Personen
der Nationalsozialisten. Zum Zeitpunkt
der Machtergreifung 1933 befinden
sie sich auf einer Auslandsreise.
Sie kehren nicht wieder nach Deutschland
zurück sondern begeben sich direkt
ins Schweizer Exil. Ihr gesamter Besitz
wird enteignet und ihr Archiv
zur Frauenbewegung vernichtet.
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Von
der Schweiz aus engagieren sie sich
weiterhin europaweit. Beide sterben
1943 kurz nacheinander in ihrem Züricher
Asyl. |
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| Anita
Augspurg und Lida Gustava Heymann
sind würdig, in Erinnerung zu
bleiben als unbeirrbare, mutige Streiterinnen
für Frieden und Freiheit in der
Welt. Sie sind vorbildhaft dafür,
sich mit seinen Leidenschaften nicht
zu verstecken, Einschüchterungen
nicht zu beugen und von Anfeindungen
nicht beirren zu lassen, offen, ehrlich
und authentisch, vor allem selbstverständlich
zu leben. |
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